Ja, wir sind im Broome, die nächstgrößere Stadt nach Perth
an der Westküste, mit 16000 Einwohnern für deutsche Verhältnisse aber trotzdem
recht klein...
Als letztes hatten wir von den Walhaien in Exmouth berichtet,
danach ging es einige hundert Kilometer weiter nach Norden. Das Einzige was es zu sehen gab waren mal
wieder vertrocknete Buschlandschaft und tote und lebendige Känguruhs, Kühe, Schafe und Emus (Die Kühe laufen hier
einfach frei auf der Straße herum, sie werden vielleicht 2 mal im Jahr
eingetrieben, da passiert es, dass hier und da mal eine Kuh von einem Road
Train (riesiger LKW) mitgenommen wird. Der Kadaver bleibt dann einfach auf der
Straße liegen. Wir haben Backpacker getroffen, die mit einem Kombi nach
Einbruch der Dunkelheit noch gefahren sind und eine Kuh überfahren haben, das
Auto war danach Totalschaden. Nach diesem Erlebnis werden wir nicht mehr bei
Dunkelheit fahren.
| Die Landschaft entlang der Straße |
Nächster Stopp war dann Karijini National Park, bekannt für
seine Schluchten, in denen man im eiskalten Wasser schwimmen oder die steil
abfallenden Felswände entlang klettern kann. Hier verbrachten wir 2
abenteuerliche Tage mit schwimmen, wandern und klettern. Das kälteste Wasserloch hatte vielleicht 10
Grad und man musste sich wirklich überwinden, hinein zu springen.
| Karijini National Park |
| Dino in der Hankock Gorge |
Nach weiteren 400 Kilometern sind wir wie gesagt jetzt in
Broome, hier gefällt es uns echt gut. Die Stadt ist berühmt für seinen Strand,
Cable Beach, hier gibt es jeden Abend einen wunderschönen Sonnenuntergang,
außerdem gibt es einmal im Monat die „Staircase to the moon“- Treppenhaus zum
Mond, dabei spiegelt sich der aufgehende Mond so im Meer, dass es aussieht, als
gäbe es eine Treppe zum Mond. Wir hatten Glück und konnten die Staircase to the
moon gleich in den ersten Tagen hier sehen.
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| Staircase to the moon |
| Nochmal Sonnenuntergang :-) |
| Und Cable Beach am Tag |
Außerdem gibt es in der Nähe von Broome viele Perlenfarmen,
in der ganzen Stadt und auf dem Markt Samstags kann man Perlenschmuck kaufen.
Wir möchten jetzt versuchen Arbeit zu finden, auch wenn es echt schwer ist,
gefühlt kommen auf einen Job 5 Backpacker, aber noch haben wir die Hoffnung
nicht aufgegeben. Da wir im Moment im Hostel wohnen haben wir auch echt nette
Leute kennen gelernt, ein paar Deutsche, ein Kanadier, ein Österreicher und
einen Engländer und mit denen kochen wir, gehen an den Strand, auf Partys, ins
Kino und so weiter. Uns gefällts echt gut, und das Beste: Das Wetter ist beständig gut! Um die 38 Grad.
Hier gehen schon Bilder rum von den Überschwemmungen in Deutschland, wenn ich
könnte würde ich etwas Sonne schicken....
Letztes Wochenende waren wir dann zum ersten Mal in unserem
Leben auf einem richtigen Australischen Pferderennen und haben sogar kleine
Beträge mitgewettet. Nathalie hat 3 Dollar gewonnen, was ca. 2 Euro entspricht.
Ne tolle Erfahrung war es aber auf jeden Fall, für die Australier ist es was
ganz besonders, sie holen ihre besten Kleider raus und verzocken bzw. gewinnen
einiges an Geld. Erstaunlich war, dass die Jockeys von 2 Gewinnerpferden
unseren Schätzungen nach nicht älter als 12 Jahre waren.
Viele Aboriginies, die Ureinwohner Australiens gibt es hier
auch. Leider sind sie ein nicht so erfreulicher Anblick, sie sind meistens
schon Morgens betrunken und lungern und
streiten in den Parks rum. Man könnte einen falschen Eindruck von ihnen
bekommen, aber zum Glück sind ja nicht alle Aboriginies so. Nur die, die in den
Städten sind und keine Perspektive haben, was leider hier der Fall ist.
Wir werden euch auf dem Laufenden halten, wenn es wieder was Neues gibt...

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