Montag, 3. Juni 2013

Nach 7 Wochen und 7000 Kilometern Autofahrt in Broome angekommen



Ja, wir sind im Broome, die nächstgrößere Stadt nach Perth an der Westküste, mit 16000 Einwohnern für deutsche Verhältnisse aber trotzdem recht klein...

Als letztes hatten wir von den Walhaien in Exmouth berichtet, danach ging es einige hundert Kilometer weiter nach Norden. Das Einzige was es zu sehen gab waren mal wieder vertrocknete Buschlandschaft und tote und lebendige Känguruhs, Kühe, Schafe und Emus (Die Kühe laufen hier einfach frei auf der Straße herum, sie werden vielleicht 2 mal im Jahr eingetrieben, da passiert es, dass hier und da mal eine Kuh von einem Road Train (riesiger LKW) mitgenommen wird. Der Kadaver bleibt dann einfach auf der Straße liegen. Wir haben Backpacker getroffen, die mit einem Kombi nach Einbruch der Dunkelheit noch gefahren sind und eine Kuh überfahren haben, das Auto war danach Totalschaden. Nach diesem Erlebnis werden wir nicht mehr bei Dunkelheit fahren. 


Die Landschaft entlang der Straße
Typisch Australien- Eykalyptus und roter Sand
Nächster Stopp war dann Karijini National Park, bekannt für seine Schluchten, in denen man im eiskalten Wasser schwimmen oder die steil abfallenden Felswände entlang klettern kann. Hier verbrachten wir 2 abenteuerliche Tage mit schwimmen, wandern und klettern.  Das kälteste Wasserloch hatte vielleicht 10 Grad und man musste sich wirklich überwinden, hinein zu springen.


Karijini National Park


Dino in der Hankock Gorge






Nach weiteren 400 Kilometern sind wir wie gesagt jetzt in Broome, hier gefällt es uns echt gut. Die Stadt ist berühmt für seinen Strand, Cable Beach, hier gibt es jeden Abend einen wunderschönen Sonnenuntergang, außerdem gibt es einmal im Monat die „Staircase to the moon“- Treppenhaus zum Mond, dabei spiegelt sich der aufgehende Mond so im Meer, dass es aussieht, als gäbe es eine Treppe zum Mond. Wir hatten Glück und konnten die Staircase to the moon gleich in den ersten Tagen hier sehen. 
Staircase to the moon


Cable Beach Sonnenuntergang

Nochmal Sonnenuntergang :-)

Und Cable Beach am Tag



Außerdem gibt es in der Nähe von Broome viele Perlenfarmen, in der ganzen Stadt und auf dem Markt Samstags kann man Perlenschmuck kaufen. Wir möchten jetzt versuchen Arbeit zu finden, auch wenn es echt schwer ist, gefühlt kommen auf einen Job 5 Backpacker, aber noch haben wir die Hoffnung nicht aufgegeben. Da wir im Moment im Hostel wohnen haben wir auch echt nette Leute kennen gelernt, ein paar Deutsche, ein Kanadier, ein Österreicher und einen Engländer und mit denen kochen wir, gehen an den Strand, auf Partys, ins Kino und so weiter. Uns gefällts echt gut, und das Beste:  Das Wetter ist beständig gut! Um die 38 Grad. Hier gehen schon Bilder rum von den Überschwemmungen in Deutschland, wenn ich könnte würde ich etwas Sonne schicken....



Letztes Wochenende waren wir dann zum ersten Mal in unserem Leben auf einem richtigen Australischen Pferderennen und haben sogar kleine Beträge mitgewettet. Nathalie hat 3 Dollar gewonnen, was ca. 2 Euro entspricht. Ne tolle Erfahrung war es aber auf jeden Fall, für die Australier ist es was ganz besonders, sie holen ihre besten Kleider raus und verzocken bzw. gewinnen einiges an Geld. Erstaunlich war, dass die Jockeys von 2 Gewinnerpferden unseren Schätzungen nach nicht älter als 12 Jahre waren.



Das Pferderennen in Broome


Viele Aboriginies, die Ureinwohner Australiens gibt es hier auch. Leider sind sie ein nicht so erfreulicher Anblick, sie sind meistens schon Morgens betrunken und lungern  und streiten in den Parks rum. Man könnte einen falschen Eindruck von ihnen bekommen, aber zum Glück sind ja nicht alle Aboriginies so. Nur die, die in den Städten sind und keine Perspektive haben, was leider hier der Fall ist. 
Wir werden euch auf dem Laufenden halten, wenn es wieder was Neues gibt...

 

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