Freitag, 14. Juni 2013

Die "No Worries -Mentalität" der Australier

Das Leben hier in Broome ist schön, wir sind im Hostel, haben wie gesagt eine tolle Truppe bestehend aus Kanadiern, Franzosen, Engländern und Deutschen kennen gelernt und gehen immer wieder mal an den Strand oder feiern. Mit der Jobsuche bin ich (Nathalie) voran gekommen, ich hatte durch einen Franzosen, den ich im Hostel kennengelernt habe, die Möglichkeit bekommen, bei einer Autowäscherei anzufangen. Allerdings war das nicht die tollste Arbeit, die Autos waren teilweise echt dreckig, mit Kaugummis verklebt und die rote Erde, die es hier überall gibt, findet man einfach überall im Auto. Außerdem konnte der Boss, Sam, nicht garantieren , dass es jeden Tag Arbeit gibt. Ich dachte aber erstmal besser als Nichts.
Das letzte Wochenende hatte ich dann frei und Montags kam ich mit dem Franzosen pünktlich um 8 zur Arbeit, der Boss meinte dann aber, dass es leider keine Arbeit gäbe.
8.39 Uhr war ich dann wieder im Hostel und hab mich nochmal schlafen gelegt.
9.43 Uhr Mein Handy klingelt, es ist Craig, der Besitzer eines Restaurants bei dem ich mich als Kellnerin beworben habe. Er will sich mit mir treffen.
10.00 Uhr Treffen mit Craig auf nen Kaffee
10.10 Uhr Craig fährt mit mir zum Restaurant um mir alles zu zeigen und fragt mich dann, ob ich um
11.00 Uhr anfangen kann zu arbeiten.

Soviel zur No Worries Mentalität, hier ist alles möglich. Morgens will ich noch Autowaschen gehen, um dann 2 Stunden später einen Vollzeit Job zu haben, ohne Vertrag ohne Kündigunsfrist etc :-) Alles ganz locker hier...
Seit Montag arbeite ich nun also als Kellnerin in einem gehobenen Restaurant das vorrangig Fischspezialitäten anbietet. 5 Tage die Woche, 12 Stunden am Tag und 2 Tage frei.
Die Arbeit ist sehr hart, das Restaurant hat ca. 100 Plätze und an gut besuchten Tagen gehen 900 Essen über die Theke. Craig hatte mich schon vorgewarnt "You will run your arse off". " Du wirst dir den ENTSCHULDIGUNG "Arsch" abrennen. Das ist auch so. Mir tun Abends, wenn ich zwischen 10 und 12 fertig bin, total die Füße weh. Manchmal gibt es in 12 Stunden keine Zeit Pause zu machen. Naja, aber es sind ja nur ein paar Wochen.
Dino kann in dem Restaurant vielleicht auch anfangen, er war schon mit Craig, dem Besitzer Krabben fischen, allerdings hatten sie wenig Erfolg, nur 2 Krebse landeten im Netz.
Die Krebse werden dann im Restaurant verkauft. Außerdem gibt es ganze Fische (siehe Foto) auf der Speisekarte, Calamari, Scampis, Barramundi (der typische Fisch für die Region) etc. Das gute ist, dass es jeden Tag zum Mittagessen eines dieser Gerichte zum Mittagessen gibt und wir trinken dürfen was wir wollen. Cola und Fanta Krams, Bier - das ist echter Luxus, wenn man im Supermarkt 3 Euro für die Literflasche bzw 2 Euro für ne Dose Bier bezahlt. Außerdem liegt das Restaurant direkt am Meer, man kann beim Arbeiten auf das  azurblaue Wasser und die orangenen Felsen schauen, wenn man Zeit hat :-)
Ein ganzer Rifffisch, mit ca. 50 Euro mit das teuerste Gericht
Die nächsten Wochen werden wir nun also in Broome bleiben und schuften. An den Tagen, an denen man arbeitet hat man eigentlich keine Zeit sonst noch irgendetwas zu machen, von daher bin ich froh, wenn ich dann die 2 Tage frei habe.
Gantheaume Point, am Ende von Cable Beach


Im Hintergrund Cable Beach


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