Samstag, 20. Juli 2013

Ein paar Bilder

Alles noch beim Alten, wir sind immer noch in Broome.
Aber ich hab einfach mal ein paar Bilder zum anschaun hochgeladen
Cable Beach und unten Nathalie beim Sonnenuntergang


Mein Mittagessen im Restaurant- normalerweise gibt es Fisch, Tintenfisch/ Calamari oder Scampis, aber an diesem Tag war der Boss höchstpersönlich da und musste mit diesen riesen T bone Steaks angeben. Meins war noch eins der kleineren, ca. 7 cm dick und so groß wie ne Pizza. Die Jungs haben das ohne Beilagen gegessen, ich konnte nur 3 Bissen essen und hab dann lieber noch Toast dazu gegessen, Dino hat sich dann über den Rest gefreut.



 Dino beim Tintenfisch schneiden im Restaurant, er arbeitet an Tagen, an denen es besonders voll ist manchmal als Aushilfe
Dino und ich am Cable Beach
Dino und Yohan, ein Franzose beim Fischen. Das erste Mal wurden sie von der schnellen Flut überrascht, haben ein T Shirt, einen Autoschlüssel und Flip Flops verloren und einen Stuhl kaputt gemacht :-) Männer halt :-)
Den Autoschlüssel haben sie dann trotz Schnorchelgängen nicht mehr gefunden, der Schlüsseldienst musste dann kommen. Aber zum Glück wars nicht unser Autoschlüssel. Das zweite Mal hatten sie dann mehr Glück und haben einen Fisch gefangen...
Yohan mit dem Fisch

Sonntag, 7. Juli 2013

Broome

Ja, viel zu berichten gibt es nicht wirklich, Nathalie ist am Arbeiten, wie schon gesagt, 5 Tage die Woche, von 10 bis 22 Uhr. Wenn sie dann frei hat, gehen wir meist an den Strand, oder relaxen im Hostel.
Dino hat auch ein paar Tage für Craig, den Besitzer des Restaurants gearbeitet, erst auf einem  Fischerboot, dann im Haus und schließlich auch im Restaurant. Er war aber eher in der Küche und hat beim vorbereiten des Fischs geholfen. Einmal kam auch eine Ladung Krebse, die mussten bei lebendigem Leib gekocht und dann ausgenommen werden um danach im Wok zu landen. Wie ekelig es ist, so ein Krebs auseinander zu nehmen könnt ihr euch nicht vorstellen. Nathalie hat nach dem ersten aufgegeben, sie hätte sich sonst übergeben müssen. Hinzu kommt, dass es nicht gerade toll ist, wenn die Krebse lebendig ins kochende Wasser geworfen werden und das zu Hunderten.
Diese "Mudcrabs" zu verkaufen lohnt sich auf alle Fälle, sie sind schwer zu bekommen und gefährlich zu fangen (wegen ihren großen Scheren). Im Restaurant werden sie jetzt zu 130 Dollar das Stück verkauft, was ca. 90 Euro entspricht. Ja, Nathalie ist auch etwas genervt von der Arbeit im Restaurant, es wird so viel Essen weggeworfen- unglaublich. Teilweise bestellen die Kunden Fisch mit Reis und Salat und vom Reis und vom Salat werden 2 Gabeln gegessen, der Rest landet in der Tonne.Die Meere sind überfischt, aber von einem ganzen Rifffisch wird gerade mal die Hälfte gegessen.
Genauso mit der Mülltrennung- alles landet im gleichen Eimer, ob Glasflaschen, Essensreste, Fischgräten, Austern, Dosen. Viel von Umweltschutz halten die Australier nicht, es gibt auch in den Supermärkten alles in diesen grauen Einweg Plasiktüten, bei einem großen Einkauf sind das teilweise 20 bis 30 Tüten die dann in den Müll fliegen. Außerdem fahren alle hier die größten und teuersten Allradantrieb-Autos oder Jeeps, eine Tankfüllung kostet da schonmal 150 Euro. Prestige ist alles, auf die Umwelt achtet kaum jemand.
Da das Restaurant am Hafen liegt, gibt es jede Menge Import und Export Verkehr. Was Nathalie ziemlich erschreckend findet, sind die Cattle Road Trains, also "Vieh- Lastwagen" . Es werden alle paar Wochen um die 1000-2000 lebende!!! Rinder auf  riesigen, zweistöckigen LKW´s auf Schiffe verladen, um von Australien nach Asien zu  fahren, wo dann die Schlachterei wartet. Die Tiere sind tagelang ohne Futter und Wasser auf LKWs und Schiffen unterwegs...Aber gutes Geld gibts für das Fleisch... :-/
Außerdem hatten wir ja schon erwähnt, dass es hier in Broome viele Aborignies gibt. Ein Freund von uns arbeitet Nachtschicht an einer Tankstelle und erzählt manchmal richtige Horrorstorys, was er Nachts erlebt. Jede 2. Aboriginie Frau kommt in die Tankstelle und wurde von ihrem Mann verprügelt, oder traut sich nicht mehr aus der Tankstelle, weil ihr Mann draußen wartet und sie schlägt. In einer anderen Nacht wurde sein Mitarbeiter mit einem Messer bedroht. Ich will garnicht weiter ausholen, aber als normaler Tourist bekommt man garnicht mit, wie schlimm das mit den Aboriginies ist. Anscheinend bestrafen sie sich auch untereinander indem sie sich den kleinen Finger grausam brechen oder an Seilen die unter der Haut durch gehen aufgehängt werden. Das ganze ist eigentlich Folter und wenn man darauf achtet, sieht man viele Aboriginies mit Narben oder verkrüppelten Fingern.
Letzte Woche hatten wir auch dummerweise noch ein paar Dosen Bier im Auto. Nachts haben dann ein paar Aboriginies die Scheibe eingeschlagen und es rausgeklaut. Das Navi lag neben dem Bier und das haben sie nicht mitgenommen. Das Auto war vor dem Hostel geparkt und der Nachtwächter geht alle Stunden mal vor die Tür und raucht. Also echt der Wahnsinn, Bier ist so teuer hier, dass die sogar für ein paar Dosen eine Scheibe einschlagen.Wir hätten echt nicht damit gerechnet und lassen keine Wertsachen offensichtlich im Auto- aber dass sie Bier klauen, unglaublich. Jetzt müssen wir uns eine neue Scheibe schicken lassen, da es hier in Broome keine Ersatzteile für normale Autos gibt, da jeder ein Allradantrieb fährt. Und die nächste größere Stadt ist ja tausende Kilometer enfernt :-)
Ja das war erstmal das Neuste, auch die schlechten Seiten Australiens, wenn man mal hinter die Kulissen dieses wunderschönen Kontinents schaut.
Eine "Mudcrab" so liegen sie jetzt zu Hunderten im Kühlhaus

Ein Viehtransporter, zweistöckig, voll beladen mit Rindern
Das Restaurant, eigentlich ein toller Arbeitsplatz, wenn die Tage nicht so lange wären :-)